Montag, 2. Juli 2012

22 - Das Holzhaus wird aufgestellt

In der KW26 war es dann soweit, dass unser Holzhaus auf dem Keller aufgestellt wurde. Während der Tage habe ich eine "Überwachungskamera" auf dem Balkon meiner Schwiegereltern aufgestellt, von der die Bilder dieses Kapitels stammen. Irgendwann, wenn mal wieder ein bisschen Zeit ist, werde ich das Videomaterial zu einem Zeitraffer-Film verarbeiten.

Am Montag hat die "Überwachungskamera" noch nicht viel Bewegung gefilmt, es wurden die Schwellen verlegt, auf denen die Wände des Erdgeschosses am nächsten Tag aufgestellt werden sollten. Außerdem wurden Höhen ausgeglichen, da unsere Kellerdecke eine Höhendifferenz von 26mm zwischen der höchsten und der niedrigsten Stelle aufgewiesen hat. D.h. damit die Schwellen absolut eben waren, wurden entsprechende Unterlegkeile unter die Schwellen geschoben, und der Spalt, der sich dadurch auftat, durften wir als Nebenbeschäftigung in den kommenden Tagen mit Quellmörtel unterfüttern (mein Papa taufte ihn um auf Quälmörtel, da es wirklich eine Qual war, den Mörtel unter die Schwellen zu bekommen).



Am Dienstag kam dann Bewegung auf die Baustelle, es fuhren zwei LKW mit Holzwänden vor die in den kommenden Stunden aufgestellt wurden:




Dienstag, 09:00 Uhr

Dienstag, 10:00 Uhr

Dienstag, 11:00 Uhr

Dienstag, 12:00 Uhr

Dienstag, 13:00 Uhr

Dienstag, 15:00 Uhr

Dienstag, 16:00 Uhr


Am Mittwoch gleiches Spiel: Zwei LKWs mit Wänden, die entladen wurden:

Mittwoch, 09:00 Uhr

Mittwoch, 10:00 Uhr

Mittwoch, 11:00 Uhr



Mittwoch, 12:00 Uhr

Mittwoch, 14:00 Uhr

Mittwoch, 15:00 Uhr



Mittwoch, 16:00 Uhr

Mittwoch, 17:00 Uhr

Mittwoch, 18:00 Uhr


Am Donnerstag kam dann nur noch ein LKW mit dem Material für das restliche Dach und das Dach des Turmes. Letzteres wurde vorort auf der Baustelle gezimmert, deshalb gibt es nur noch vom Vormittag Bilder mit Bewegung, das Zusammenbauen des Turmes fand nicht im Beobachtungswinkel der "Überwachungskamera" statt.

Donnerstag, 08:00 Uhr

Donnerstag, 09:00 Uhr

Donnerstag, 10:00 Uhr

Donnerstag, 11:00 Uhr

Donnerstag, 12:00 Uhr

Zusammenzimmern des Turmdaches (13:00 bis 16:00 Uhr)



Richtfest am Donnerstag um 17:00 Uhr: Der Richtspruch.

Richtfest am Donnerstag um 17:00 Uhr: Der Richtbaum.

Am Freitag wurden dann noch einige Kleinigkeiten erledigt, die alle inwändig stattfanden, sodass es von diesem Tag keine interessanten Bilder der "Überwachungskamera" gibt.


Während der Tage, in denen das Haus aufgestellt wurde, gab es für uns Bauhelfer (Melanie, mein Papa und ich) einiges zu tun:

Hilfe beim Entladen

Hilfe beim Entladen

Entfernen der Riemen, an denen die Wände am Kran befestigt wurden

Befestigen der Wände an den Schwellen auf der Beton-Kellerdecke

Befestigung von Wänden auf der Holzdecke (Decke des Erdgeschosses)

Befestigen von Wänden auf den Schwellen der Holzdecke (Erdgeschoss)

Unterfüttern der Schwellen auf der Beton-Kellerdecke mit Quell- bzw. Quälmörtel (1)

Unterfüttern der Schwellen auf der Beton-Kellerdecke mit Quell- bzw. Quälmörtel (2)



Befestigen der Wände am Dach

Ausschäumen von Ritzen






Das Aufstellen des Holzhauses war natürlich die Attraktion des Dorfes, demnach hatten wir während der Zeit ziemlich viele Zaungäste:






Es ist nun also alles bereit für einen Rundgang durch unser Haus, an alle Interessierte ergeht herzliche Einladung!!!

1C / 21 - Die KW25

Dieser Blogeintrag bekommt zwei Nummern (1C und 21), da wir in der KW25 vormittags auf der Baustelle noch einige Dinge an  unserem Keller erledigt haben, und Nachmittags im Werk in der Spätschicht beim Zusammenbauen unseres Holzhauses mitgeholfen haben.

Am Montag und am Dienstag durften wir im Werk noch ein bisschen an einem anderen als dem unseren Haus üben. Da wir beide so erfolgreich mitgeübt haben, und mit dem "Fremdhaus" schneller fertig waren, wurde am Dienstag noch ein Anbau (Wintergarten) in den Produktionsplan eingeschoben, den wir auch noch mit zusammengebaut haben. Am Mittwoch war es dann endlich soweit, wir durften an unserem eigenen Haus "herumzimmern". Melanie und ich waren an den beiden Tischen, an denen Außenwände gefertigt wurden. Der Arbeitsablauf war dabei wir folgt:
Abholen des Rohmaterials aus Fichtenholz aus Wäldern im nahen Umkreis

weiteres Rohmaterial



Aus dem Rohmaterial die Rahmen der Wände zusammensetzen und mit OSB-Platten auf der Innenseite beplanken (hinten im Bild die Wand zwischen Haus und Garage mit Haustüre (ganz rechts))

Zuschneiden von Isoliermaterial (Hanf)

Isoliermaterial in die Holzrahmen drücken

Rolladenkästen montieren (hier im Bild eine Wand unseres Turmes)

Anbringen der Putzträger

Verladen der Teile auf Wechselbrücken


Wie bereits erwähnt, haben wir den Vormittag auf der Baustelle verbracht, u.a. beim Garagentreppe schalen und betonieren und beim Anbringen der Abdichtfolie überall dort, wo später einmal Erdreich an die Außenmauern angefüllt wird:







In dieser Woche hatten wir den direkten Vergleich zwischen der "konventionellen" und der Holzbauweise, und wir haben wirder einmal festgestellt, dass es sich mit Holz und Hanf um Welten angenehmer arbeiten lässt als mit Beton, Stahl usw., zum Einen aufgrund der Materialien selbst, zum Anderen aufgrund der Verarbeitungsweise: Wie man auf den Bildern erkennen kann, waren bei den Holzwänden keinerlei Stützvorrichtungen notwendig, an der Treppenschalung (und auch an der Schalung der Kellerdecke und der Betonwände (siehe frühere Blog-Einträge) waren nahezu unendlich viele, saumäßig schwere Stützen erforderlich, die so mit Stahl und Nägeln am Mauerwerk befestigt wurden, dass der Abbau der Schalung wahnsinnig viel Zeit une Energie gekostet hat.

Damit fühlen wir uns in unserer Entscheidung, ein Holzhaus zu bauen, bestätigt.

Dienstag, 19. Juni 2012

20 - Das erste Mal am Holzhaus

Es ändert sich endlich mal wieder die erste Zahl der Kapitel-Nummerierung, und zwar bedingt durch den Materialwechsel. Bisher haben wir ja mit "künstlichen" und "kalten" Materialien gearbeitet: Beton, Ziegel, Stahl, Styropor, Schalöl usw, und am Freitag den 15.06.2012 hatten wir das erste Mal Kontakt mit unserem Holzhaus:

Unsere "Zelle": Nahezu alles in ihr gehört zu unserem Haus.

Aus solchen Stapeln mussten wir anhand eines Planes die Teile heraussuchen, die gestrichen werden mussten und die im Plan eingezeichneten Stellen finden. Die Schwierigkeit hierbei war, die (Gott sei Dank nummerierten) Teile aus den Stapeln herauszuholen, nachdem aufgrund des aktuellen Saison-Hochs die Teile, die gestrichen werden mussten nicht von denen, die nicht gestrichen werden mussten, getrennt waren.

Was wir tun mussten war die Holzteile streichen, die sichtbar aus den Außenmauern herausragen, hauptsächlich die Sparren des Dachvorsprungs. Der Grund, warum man die Teile streicht, bevor sie (in der kommenden Woche) zusammengebaut werden, ist ein einfacher: So kann man die Teile bequem auf Körperhöhe streichen, und muss nicht später am Haus auf irgendwelchen Gerüsten herumturnem und überkopf streichen. Am Freitag und Samstag erledigten wir dies mit meinen Eltern:



Irgendwie war das Arbeiten mit einem natürlichen Material ein völlig anderes Gefühl.

Sonntag, 17. Juni 2012

1B - Die Keller-Decke

Am 13.06.2012 war letztendlich alles bereit für die Filigran-Decke. Diese Filigran-Decke wurde in Teilen entsprechend unserer Mauern angeliefert und aufgesetzt. Nach Aufsetzen aller Teile ergab sich das folgende Bild:

Blick von oben auf die aufgesetzte Filigran-Decke mit einem Teil der Isolierung an der Oberkante der Mauern

Die Filigrandecke auf den Mauern

Stützen der Filigrandecke (zur Sicherung bis der später aufgegossene Beton hart geworden ist)

Mehr Stützen

Noch mehr Stützen


Den Plan für die nächsten Tage mussten wir sehr eng stecken: In der KW25 (18.06. - 22.06.) arbeiten Melanie und ich im Werk und helfen beim Zusammenbauen unseres Holzhauses mit, wären zu dieser Zeit nicht für die Baustelle verfügbar. In der Woche darauf (KW 26 vom 25.06. - 29.06.) soll das Haus aufgestellt werden. Bis zum 15.06. musste noch Folgendes erledigt werden:
  • Legen aller Kabel bzw. der Leerrohre für die Elektro-Installation
  • Binden von Eisen auf die Kellerdecke (wie immer beim Betonieren)
  • Anbringen der Isolierung an der Oberkante der Kellermauern (als Ersatz für eine Beton-Schalung)
  • Betonieren der Kellerdecke
Der spätest mögliche Termin für den Beton war der Freitag 10 Uhr, d.h. alle anderen Tätigkeiten mussten am Donnerstag erledigt werden. Melanie bekam frei, und ich kam so schnell es ging dazu. Wir arbeiteten unermüdlich, auch nach Einbruch der Dunkelheit im Schein der Straßenlaterne. Einige wenige Platten der Isolierung konnten wir nicht anbringen, da sie auf der Schattenseite der Straßenlaterne lagen, alles andere war erledigt.

Am Freitag um kurz nach 6 war ich dann auf der Baustelle, um mit meinem Schwiegerpapa diese letzten fehlenden Platten anzubringen. Als dann um 7:30 die Maurer eintrafen, war dann tatsächlich alles bereit für das Betonieren.

Nach dem Betonieren hieß es den Beton feucht halten, damit er gleichmäßig aushärtet und keine Risse bekommt:






Während der Woche, während wir Spätschicht (14 - 23 Uhr) im Werk in Oettingen haben, müssen wir Vormittags noch Folgendes erledigen:
  • Anbringen einer Noppenfolie an den Teilen des Mauerwerks, die später in der Erde verschwinden
  • Legen von Drainage-Rohren
  • Anfüllen, sodass ein Gerüst gestellt werden kann

1A - Die Ziegelmauern

Nachdem nun die Betonwand gegossen wurde, wurden am 04., 05. und 06. Juni sowie am 11. und 12. Juni die restlichen Außen- und Innenwände hochgezogen. Das Problem an diesen Tagen war, dass Melanies und meine Urlaubszeit abgelaufen war, und wir immer Tag für Tag nach Ersatz für uns suchen mussten. Georg, ein Freund von mir sowie alle Leitmeirs unterstützten uns nach Kräften, dass wir nicht noch mehr ins Hintertreffen gerieten.





Donnerstag, 7. Juni 2012

19 - Die erste Mauer

Die Bodenplatte war am nächsten Morgen bereit für die erste Mauer: die Betonwand des Kellers. Überall dort, wo das Haus in der Erde verschwindet (also im Prinzip genau dort, wo das Fundament nicht ist), ist es notwendig, eine Betonwand zu bauen, eine Ziegelmauer darf nur dort sein, wo keine Erde an sie kommt.

Am Donnerstag (31.05.2012) wurde (wie auch schon beim Fundament und seiner Erweiterung) die Schalung aufgestellt:


 



Am Freitag (01.06.2012) stand dann wieder kübelweises Betonieren auf der Tagesordnung:




Und am Samstag (02.06.2012) wieder Schalung abbauen, mit dem Kran auf den Parkplatz heben, dort säubern und mit Schalöl einsprühen und verladen:




Die ausgeschalte Betonwand sah (mit Löchern für ein Fenster und eine Türe) dann so aus: