Mittwoch, 19. September 2012

35 - Türen und Böden

Nachdem wir am Freitag (14.09.2012) den Glasscheiben-Menschen abgefertigt hatten, sind wir zur endgültigen Bemusterung von Innentüren und Böden gefahren. Wir waren schon einmal dort, und haben uns ein erstes Bild unserer Möglichkeiten gemacht, sodass wir schon relativ genau wussten, was wir wollen.

Das Holz unserer Innentüren wird amerikanischer Nussbaum sein. Es hat uns vor allem wegen seinem warmen, dunklen Farbton und seiner lebendigen Holzmaserung gefallen. Die Zarge wird im gleichen Holz sein, und leicht abgerundete Kanten haben. Die rundlicheren Zargen waren uns zu wuchtig. Als wir vor der Wand mit den Türgriffen standen, sahen wir erst einmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, der Tipp des Beraters, wir sollten sie mal anfassen, war Gold wert, denn durch das anfassen fielen erst einmal 90% aller Türgriffe durch, da sie zwar optisch schön sind, aber schlecht in der Hand liegen, und damit ihre Funktion als Türgriff klar verfehlen. So "tasteten" wir uns buchstäblich voran, und fanden einen schönen Türgriff, der sehr gut in der Hand liegt.

Als Bodenbelag haben wir uns für Vinyl-Böden entschieden. Denn:
  • Diese Art der Böden verfärbt und verformt sich nicht.
  • Der Boden ist pflegeleicht, feucht wischen ist überhaupt kein Problem (was bei Naturholzböden und Laminat problematisch sein kann), da er keine Feuchtigkeit aufnimmt. Damit ist er auch resistent gegen bspw. verschütteten Wein und würde sich prinzipiell auch für Feuchträume eignen.
  • Der Boden ist sehr robust. Er würde auch einen herunterfallenden Topf unbeschadet überstehen, wo eine Fliese wahrscheinlich springen würde, deshalb werden wir ihn auch in der Küche verlegen.
Für das EG wählten wir "Eiche coffee" (obwohl wir beide keinen Kaffee mögen), da dieser am Besten zu dem Holzband in unserer Küche passt, für das DG und den Keller das hellere "Ahorn rustikal".

34 - Fensterreklamation

Nachdem die Fenster gesetzt waren, haben wir in 4 Fensterscheiben Lufteinschlüsse entdeckt. Zwei davon befinden sich im Wohnzimmer im Sichtbereich, d.h. man hat ihn beim Genießen der Aussicht immer im Auge. Ein weiterer befindet sich im Kinderzimmer auf der Südseite, welcher ebenfalls die Aussicht stört, wenn man klein ist. Der vierte befindet sich im Keller im Büro auf der Ostseite, dieser befindet sich allerdings nur im Randbereich des Fensters, von daher ist dieser Lufteinschluss nicht so dramatisch.

Am Freitag (14.09.2012) besuchte uns deshalb jemand des Glasherstellers, von dem der Fensterbauer sein Glas bezieht. Er argumentierte mit Richtlinien, die Lufteinschlüsse erlauben (je m² dürfen 3 Lufteinschlüsse mit einem Durchmesser kleiner als ein Millimeter oder einer mit einem Durchmesser zwischen einem und drei Millimetern im Glas sein). Wenn man den Hof (Lichtreflexionen) um den Lufteinschluss herum berücksichtigt, sind die Lufteinschlüsse alle größer als 3mm. Die Richtlinien-Diskussion haben wir sehr schnell abgeblockt und damit argumentiert, dass es sich um absolut hochwertige Fenster handelt, was sich natürlich auch im Preis äußert, und je höher der Preis ist, umso höher sind auch die Ansprüche, die befriedigt werden müssen. Außerdem schnitten wir noch das Thema Kundenzufriedenheit an, sodass als er als er sich am Ende verabschiedete recht zuversichtlich klang, dass die Fensterscheiben ausgetauscht werden [Anmerkung: Die Fensterscheiben können aus- und eingebaut werden, ohne dass das ganze Fenster ausgebaut werden muss].

Sonntag, 16. September 2012

27 - Free JoMe-Home!!! Befreit JoMe-Home!!!

Der Freitag (14.09.2012) war eine Befreiung: Das Gerüst wurde abgebaut. Somit war es zum ersten Mal möglich, einen ungetrübten Gesamteindruck unseres Hauses zu gewinnen:

 



Wie klein das Haus doch ist....

X3 - Sonnenuntergang über Graisbach

Wenige Tage bevor das Gerüst abgebaut wurde, bot sich uns ein toller Sonnenuntergang, den wir von ganz oben (6. Etage) des Gerüsts eingefangen haben:


Samstag, 15. September 2012

33 - 3 Gauben

Am Mittwoch den 12.09.2012 habe ich mir frei genommen, und Dominik war zu Besuch. Wir starteten eine Hanfparty, und nahmen die drei Gauben in Angriff.

Zuerst stopften wir die Spitzen der Gauben über dem Balken aus.
Danach drückten wir zugeschnittene Platten (8cm! Schrägen!) zwischen die Sparren.
Danach stopfte Dominik die verbliebenen Ritzen.
Ein Zwischenergebnis.
Nochmal Platten zwischen Sparren drücken.
Nochmal Ritzen stopfen.

Nachdem die Raumhöhe in den Dachgauben etwa 4 Meter beträgt, war eine Kletter-Konstruktion von Nöten; Dominik ist zwar größer als ich, aber 4 Meter schafft er dann doch nicht ganz:

Auf zwei Arbeitsböcke (Höhe: 1,10 bzw. 1,30m) legten wir eine OSB-Platte, ...

... darauf stellten wir eine Staffelei (eine weitere diente als Aufstiegshilfe auf die OSB-Platte), ...

... und so war der Giebel der Dachgaube erreichbar.


Zur Abwechslung haben wir zwischendurch die Stopper für die Rollläden angeschraubt und eine Dachrinne befestigt, die der Putzer übersehen hatte.

Dienstag, 11. September 2012

32 - Eine Nacht im neuen Heim

Wir haben in der Nacht vom 08. auf den 09.09.2012 das erste Mal (auf einer Luftmatratze im Spitzboden nachdem wir in Melanies Geburtstag reingefeiert hatten) im neuen Heim geschlafen! Und das richtig gut! Aber leider war das noch nicht der endgültige Einzug....

31 - Ein neuer Geruch

Seit dem 01.09.2012 durchströmt ein neuer Geruch unser Haus: Der Geruch nach Hanf. Es riecht, als würde man in einer frisch gemähten Wiese liegen, nur ein bisschen süßlicher. Wir haben nämlich an diesem Tag damit begonnen, die 33 Kubikmeter Hanf zu verarbeiten.

Wir haben ja maßangefertigte Hanfplatten geliefert bekommen. Gott sei Dank haben wir an dem Tag, als die Lieferung kam, trotz des aufziehenden Unwetters uns die Zeit genommen, die Pakete zu sortieren, sodass in jedem Eck im EG eine andere Größe Hanfplatten lagerte. So war der "Normalfall" nicht sonderlich schwierig:

Aus einem Plan die richtige Plattengröße ablesen, ...
... in die richtige Hausecke laufen und die richtige Platte holen und auspacken.
Die Platten in unsere Schnittschablone stellen, ...
... mit einem Bosch-Alligator (kostenlose Leihstellung aufgrund der Fehllieferung) ...
... die Platten zurechtschneiden, ...
und den Verschnitt sammeln.
Die zugeschnittenen Platten nach oben zur Dachschräge transportieren, ...

... und zwischen die Sparren drücken.

Unser Haus wäre aber nicht unser Haus, wenn es nicht auch bei der Hanfdämmung seine Spezialitäten zu bieten hätte. Natürlich wäre da zuerst einmal der Turm, an dem es unzählige Ecken und Ritzen gibt, die gestopft werden müssen:




Zudem haben wir ja noch drei Gauben. An den Schnittkanten der Gauben mit dem Hauptdach bilden sich trapezförmige Sparrenflächen, deren Begrenzungsbalken, um die Sache richtig anspruchsvoll zu machen, nicht nur schräg verlaufen, sondern auch noch geneigt sind, d.h. die Unterseite der Hanfplatte musste mit einer schrägen Schnittfläche versehen werden. Um hier also passende Hanfplatten zuzuschneiden, war viel Kopfarbeit (Logik, räumliches Vorstellungsvermögen) und auch ein bisschen Geometrie (Pythagoras) notwendig.

Maßnehmen am "Trapez-Sparren"
Anzeichnen der gemessenen und berechneten Strecken
Doppelt schräges Schneiden (1)

Doppelt schräges Schneiden (2)
Das Ergebnis: Stück und Gegenstück, welche beide durch den doppelt schrägen Schnitt Verwendung finden

Je Gaube gibt es eine absolute Spezial-Platte anzufertigen:

Hier muss die Spezialplatte hin
Wieder gemessene und berechnete Strecken anzeichnen
Doppelt Doppelt-schräges Zuschneiden (1)

Doppelt Doppelt-schräges Zuschneiden (2)
Es wird spannend: Passt die Platte?
Puh....

Sind alle Sparren mit Hanf gefüllt, werden OSB-Platten davor geschraubt. Eine Two-(Wo-)Man-Show in Bildern:








Am Samstag, den 08.09.2012 hatten wir für die zweite Spitzbodenseite zwei weitere helfende Hände, Tim, Melanies Arbeitskollege packte kräftig mit an, sodass an diesem Abend unser Spitzboden fertig wurde: