Donnerstag, 3. Juli 2014

4AG - Spachtelvorbereitungen

Jedes Mal, wenn wir bisher an das Spachteln gedacht haben, reifte die Entscheidung, das Spachteln machen zu lassen, mehr und mehr. Letztendlich ist sie auch gefallen. An dieser Stelle ein paar Fakten, um die Entscheidung nachvollziehbar zu machen:
  • Grundsätzlich handelt es sich beim Spachteln um die letzte Schicht, die nur noch gestrichen wird und immer sichtbar ist. Deshalb sollte sie einwandfrei sein und keine Stellen haben, die man ständig sieht und sich über die Unebenheit ärgert
  • Wir haben 900 Quadratmeter Wand- und Deckenfläche
  • Die Gipskartonplatten haben wir mit ca. 15.000 Schrauben befestigt. Jede Einzelne dieser Schraube muss drei Mal Verspachtel und geschliffen werden
  • Die Fugen zwischen den Platten müssen auch drei Mal verspachtelt werden, und zwischen die Lagen Spachtelmasse muss Gewebe (ein Glasfaserstreifen) eingespachtelt werden
  • Man stelle sich die unendlich vielen Ecken und Kanten im DG (Turm, Gauben) vor
  • Auch über Kopf an den Decken müssen Spachtelarbeiten vorgenommen werden
  • Stellenweise hatten wir ordentliche Spalten zwischen den Gipskartonplatten
  • Die Spachtelmasse muss wohl dosiert werden, wird zuviel aufgetragen, muss viel geschliffen werden, wird zu wenig aufgetragen, drohen Risse
  • Es muss fein und sorgfältig geschiffen werden: Wird mit dem Schleifgerät nicht absolut parallel zur Wand bzw. Decke geschliffen, entstehen Unebenheiten, wird zuviel geschliffen, kommen die Glasfaserstreifen an die Oberfläche
  • Beim Schleifen entsteht Staub und Dreck
  • Eine Schätzung des Spachtelmeisters war, dass zwei Mann zwei Wochen beschäftigt sein werden

Vor allem das letzte Argument wog schwer: Wenn zwei Profis zwei Wochen brauchen, wie lange brauchen ungeübte, wenn sie noch ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen müssen? Und wie sieht das Ganze dann aus? Mit Sicherheit nicht so, wie wenn es ein Profi macht.


Das Einzige, was wir hier tun wollten, war „unsichtbare“ Zuarbeit: Wir bereiteten die Fugen der Gipskartonplatten soweit vor, dass direkt gespachtelt werden konnte und wir verkabelten die Elektrik (mit Matze) so, dass keine Kabel aus Dosen heraushingen und stopften die Dosen mit Papier aus, damit die Spachtler auf die Dosen keine Rücksicht nehmen mussten.

4AF - Fensterbänke



Rechtzeitig vor Beginn der Spachtelarbeiten kamen unsere Fensterbänke.  Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir Fensterbänke aus Granit oder Holz haben wollen.  Mit Holzfensterbänken hätte man wieder ein bisschen was vom Holzhaus gesehen, allerdings ist Holz anfällig gegen Licht und Feuchtigkeit, und gerade wenn Blumen auf den Fensterbrettern stehen, bilden sich dann Flecken, weil die Fensterbretter nicht gelichmäßig nachdunkeln oder werden feucht wenn man beim Gießen kleckert. So sehen sie aus:



2K - Stützmauer, Treppe zur Einliegerwohnung und Steingarten


Nachdem bereits zwei Jahre unser Aushub auf dem Grundstück unseres Nachbarn im Norden lag, fanden wir, dass es langsam an der Zeit war, das Grundstück im Norden der Garage endgültig zu gestalten, das Loch dort aufzufüllen und die (Stütz-) Mauer, die wir beim Ausheben unserer Baugrube (planmäßig) zerstört haben, wiederherzustellen.

Für die Mauer gab es mehrere Varianten zu diskutieren: Die erste war, die Mauer in ihrem ursprünglichen  Zustand wieder aufzubauen, d. h. beton zu gießen. Das hieße, in unser Loch hinunter Schalungen aufstellen und den Beton irgendwie nach hinten in die Nord-Ost-Ecke des Grundstücks bringen. Die zweite war, die Mauer mit Betonsteinen zu Mauern, was aber einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet hätte. Nach Rücksprache mit unserem Nachbarn entschieden wir uns für die dritte Variante, eine Natursteinmauer. Erstens sieht sie viel besser aus als eine Betonmauer und da zweitens die Steine nur aufeinander gelegt werden müssen, war auch der Zeitaufwand sehr gering, und schließlich haben wir ja drittens schon eine ähnliche Mauer in der Süd-Ost-Ecke unseres Grundstücks wo wir einmal unsere Terrasse haben werden, sodass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Am Samstag, den 10.05.2014 kümmerten wir uns zunächst um das Loch. Die Natursteinmauer wollten wir nicht im Loch unten beginnen (da sieht man sie ja nicht) sondern erst ab der „Sichtkante“ die Steine legen, d. h. wir mussten geeignet auffüllen. Um auch gleichzeitig ein stabiles Fundament für die Natursteinmauer zu bekommen, haben wir zunächst Schachtringe mit einem Meter Durchmesser der Grundstücksgrenze entlang gesetzt. Die Schachtringe und die Zwischenräume füllten wir mit Leerkies auf. Im Zuge dessen schlossen wir auch noch die hintere Garagen-Dachrinne bzw. ihr Fallrohr an die Zisterne an. Am Abend ergab sich dieses Bild:



Hier sind auf der Höhe von Melanie die eingebauten Schachtringe zu erkennen




Am darauffolgenden Montag (12.05.2014) konnte Melanie spontan Urlaub nehmen, und so konnte die Natursteinmauer wachsen. Die Mauer konnten wir so platzieren, dass wir nun im Norden der Garage einen 70 Zentimeter breiten Gang haben, der breit genug wäre, um bspw. Mülltonnen hinter das Haus zu schieben. Am Abend sah es dann im Norden der Garage so aus und das Projekt „Rückzug aus Nachbars Garten“ war abgeschlossen:














Auch am Dienstag (13.05.2014) klappte es bei Melanie mit spontanem Urlaub, sodass der angelieferte Humus verteilt werden konnte. Dies ging sehr zügig, sodass noch Zeit für die Treppe zwischen Garageneinfahrt und Eingangstür zur Einliegerwohnung war. Von den Natursteinen gibt es auch Riegel in Tritthöhe, und nach einer Begutachtung entschied Melanie, dass die Treppe mit diesen Steinen gemacht werden sollte. Mit Steinen von unserem Grundstück wurde die Treppe noch eingefasst und der anschließende Steingarten begonnen. Am Abend ergab sich dieses Bild:

Die Treppe vom Fenster über der Eingangstüre zur Einliegerwohnung aus gesehen

Der sich nach links anschließende Steingarten (muss noch von den Pflanzenteilen und der Erde gesäubert werden)

Es hat sich ein sehr schönes Plateau ergeben, welches wir planen mit Fliederbüschen einzufassen und so zu einem angenehmen Rückzugsort zu machen



In den kommenden Tagen wurde die Natursteinmauer im Norden gleich mit Blumentöpfen geschmückt:




Donnerstag, 26. Juni 2014

2J - Humuslieferung



Wir haben uns vorgenommen, unser Außengelände dieses Jahr noch in Form zu bringen, damit es sich über den Winter setzen kann und wir im nächsten Frühjahr mit dem Bepflanzen loslegen können.

Für die Geländegestaltung benötigten wir Humus, und unser Baggerfahrer aus dem Dorf schüttete uns fleißig welchen aufs Grundstück. Er wollte eine neue Halle bauen und bevor er den Aushub auf die Deponie fuhr, kam er (kostenfrei) zu uns. Insgesamt kamen 20 Vierachser Humus.

So sah es zwischenzeitlich (nach 6 Vierachsern) aus:


2I - Bäume fällen


Als der „Winter“ vorbei war, nutzten wir den ersten April-Samstag (05.04.2014), um den Gemeindestreifen der Straße entlang zu entwildern. Bis auf zwei junge Zwetschgenbäume und einen alten Apfelbaum, der kräftig gestutzt wurde und Melanie für Beizversuche nutzen möchte, wurde alles Gehölz und Gebüsch gefällt, sodass wir nun dem Auftrag des Bürgermeisters, wir sollen den Streifen „schön halten“ nachkommen und im Herbst die Gestaltung angehen werden.

Der "gelichtete" Gemeindestreifen:

Mittwoch, 2. April 2014

4AE - Finalisierung der Küche


Nachdem unsere Küche ausgemessen wurde, konnte sie endgültig bestellt werden. Nach wie vor freuen wir uns sehr auf die Küche, nicht nur weil es eine absolute Traumküche ist, sondern weil wir beim Kochen aktuell jedes Mal merken, dass es doch recht beengt ist, und wir uns auf „Kochen in Freiheit“ freuen.

Zunächst das erste Bild (Blickwinkel vom Esszimmer bzw. vom Turm aus):




Die Oberfläche der (Auszieh-) Schränke ist weiß Hochglanz. Das braune Band, welches durch die Küche läuft und das braun der Oberschränke ist Holz hinter Glas.

Ganz links in der Nische stehen Backofen, Mikrowelle und Kühlschrank (mit 0-Grad-Frischezone, LED-Beleuchtung und Softclose). So verschwinden sie und stehen nicht mitten im Raum.

Der Rest der Küche ist wie folgt aufgebaut (beginnend rechts der Balkontür):
Im ersten Ausziehschrank befindet sich eine Brotschneidemaschine. Unten im Sockel wird die saugende Kehrschaufel sein, die an unseren zentralen Staubsauger angeschlossen wird. So kann man Krümel etc. hierhin kehren, und per Fussdruck die Kehrschaufel einschalten.
Daneben befindet sich das Kochfeld, ein recht großes Induktionskochfeld. Darüber haben wir eine „Kopffrei-Dunstabzugshaube“. Diese bläst nicht ins Freie (wäre bei unserem Energiestandard nicht erlaubt), sondern durch einen Aktivkohlefilter wieder in den Raum. Das charmante an dem Aktivkohlefilter ist, dass man ihn einfach in der Geschirrspülmaschine reinigen kann.
Rechts des Kochfeldes ist eine Eckspüle und darunter ein Eckschrank.
Nach der Kurve unter dem Fenster befindet sich die Geschirrspülmaschine. Die Arbeitsplatte wird in das Fenster reichen, d.h. an dieser Stelle ist kein Fensterbrett notwendig.
Dann folgt die zweite Kurve mit einem zweiten Eckschrank.
Nach der Kurve kommt noch ein Schrank, die Arbeitsplatte läuft aber noch weiter und mit ein paar Hockern ergibt sich hier ein Frühstücksplatz oder der Platz zum Einnehmen von Instant-Mahlzeiten wie Kaiserschmarrn, Pfannkuchen, o.ä.
Vom Esszimmer aus gesehen sind drei Schränke nach der zweiten Ecke, die Arbeitsplatte ist von der Ecke bis zum Frühstücksplatz also doppelt so breit wie in der restlichen Küche. In diesen Schränken werden einmal Geschirr, Besteck und Gläser ihren Platz finden, und sind so vom Esszimmer aus im direkten Zugriff.

Ein Diskussionspunkt nach dem Ausmessen war die Gestaltung der Rückwand v.a. hinter dem Herd. Es ergab sich eine wunderbare Alternative zu Fliesen, die immer irgendwie kalt wirken. Außerdem müsste man wieder Fliesen finden, die zur Küche passen und durch das Verlegen im Vorfeld läuft man Gefahr, dass die Fliesen nicht zu 100% passen. Die Alternative sind sog. Nischenverkleidungen, die aus demselben Material wie die Arbeitsplatte sind und der Rückwand entlang auf einer Höhe von 25cm herumlaufen. Hinter dem Kockfeld befindet sich zusätzlich eine Glasplatte, welche die gesamte Rückwandfläche zwischen Arbeitsplatte und Beginn der Kopffrei-Dunstabzugshaube abdeckt.

Abschließend noch zwei andere Perspektiven der Küche: