Wir sind online!!!
Der Weg dorthin war allerdings etwas steinig:
Nachdem an unserer Adresse über die Telefonleitung nur ein 6000-DSL liegt,
welches auch öfter abreißt, da wir ganz am Ende von Graisbach liegen, haben wir
uns auf die Suche nach einer Alternative gemacht, und sind auf LTE gestoßen.
Melanie ging dann auf Erkundigungstour in den Vodafone- und Telekomshop. Als
erstes wählte sie den Vodafone-Shop, da wir wussten, dass auf der Raffinerie in
Rain, die wir von unserem Haus aus sehen, ein Vodafone-Mast aufgebaut ist, und
wir dachten, dass wir deshalb bei Vodafone das bessere Angebot bekommen.
Melanie erhielt allerdings nur dürftige Informationen auf einem Notizzettel, es
gibt wohl kein Info-Material zu LTE in Vodafone-Shops. Die Angaben auf dem
Notizzettel waren diese: Es ist maximal eine Geschwindigkeit von 21,6 MBit/s
möglich, allerdings müssten wir eine Außenantenne installieren und diese dann
mit einem Empfangsgerät im Haus verbinden.
Im Telekom-Shop gab es handfeste Flyer und einen (scheinbar - Geschichte
geht noch ein bisschen weiter) kompetenten Mitarbeiter, der uns versicherte,
50Bit/s wären möglich, und das auch ohne Außenantenne, und zu ein wenig
günstigeren Preisen als bei Vodafone. Somit war die Entscheidung gefallen.
Am 03.08.2013 begaben wir uns also in den Telekom-Shop, trafen den gleichen
Mitarbeiter wieder, und haben bei ihm einen LTE-Anschluss beantragt. Während
dessen fragte er zwei Mal, ob bereits ein Telefonanschluss besteht, was wir
verneinten, da es sich ja um einen Neubau handele. Letztendlich hieß es, am
09.08.2013 soll alles funktionieren, bis dahin würden wir auch die Hardware
erhalten.
QEE? Richtig, bis zum 16.08.2013 war keine Hardware da, und auch kein Anruf
der Telekom. An diesem Tag waren wir sowieso unterwegs, und statteten dem
Telekom-Shop einen weiteren Besuch ab. Der Mitarbeiter, bei dem wir den Antrag
stellten, war nicht im Shop, der Kollege verriet uns aber, dass der Auftrag
nicht ausgeführt werden konnte, da bei einem Neuanschluss ein Techniker-Besuch
notwendig ist - gut dass der erste Mitarbeiter gleich zwei Mal gefragt hat, ob
es schon einen Telefonanschluss gibt... Jedenfalls vereinbarten wir einen
Technikertermin am 27.08.2013 zwischen 16 und 18 Uhr. Am 24.08. traf die
Hardware ein (LTE-Verbindung konnten wir noch nicht herstellen) und am
27.08.2013 um 18:35 Uhr auch tatsächlich der Techniker. Um 18:40 Uhr waren wir
dann online und festnetztelefonisch erreichbar. Die Festnetznummer ist einfach
zu merken, lauter 90er-Ziffernfolgen, und wir erreichen abhängig vom Standort
des LTE-Empfängers Downstream-Geschwindigkeiten von 15 (im Keller) bis 25 (im
holzigen Turmzimmer im DG) MBit/s und Upstream-Geschwindigkeiten von 4 MBit/s -
was für ländliche Gegenden ja ganz ordentlich ist.
Somit wird der Blog in den nächsten Tagen gehörig
aktualisiert werden. Dadurch dass wir ja bereits im Keller wohnten, Internet
aber nur bei den Schwiegerleuten oben war, war nach Arbeitsende auf der
Baustelle und einer Dusche oder einem Bad keine Motivation mehr da, nochmal
raufzugehen und zu bloggen.
Sonntag, 1. September 2013
Donnerstag, 18. Juli 2013
XC - WIR SIND DRIN!!!
Dienstag, 9. Juli 2013
2F - Kanal
Laut Beschluss des Gemeinderats sollten wir unseren
Abwasserkanal über Gemeindegrund laufen lassen. Ein Ingenieurbüro rückte
daraufhin mit GPS-Vermessungsgeräten an, und legten für den Kanal diesen
Verlauf fest (die eingezeichneten Bauabschnitte haben wir festgelegt):
Bauabschnitt 1 und 2 verlaufen in nahezu ebenem
Gelände, während das Gelände in Bauabschnitt 3 über eine Längsneigung von etwa
20° verfügt.
Es war der 16.11.2012, als das Material für unseren
Abwasserkanal geliefert wurde: 111 Meter Rohr (17 x 6 Meter und 3 x 3 Meter) in
DN200 sowie drei Schächte jeweils mit Konus und Abdeckung:
Zu diesem Zeitpunkt war es noch feucht und knapp über
null Grad, unser Baggerfahrer war aber frohen Mutes, es gäbe nichts besseres
als gefrorenen Boden zum Baggern, da hier am wenigsten Dreck entsteht. Mit dem
Kälteeinbruch kam allerdings auch ein halber Meter Schnee, der ein Befahren des
Abhangs unmöglich machte. Der Schnee hielt sich bis in den April hinein, sodass
der Boden während der typischen Trockenzeit im März nicht austrocknen konnte,
sondern durch die Schneeschmelze eher noch feuchter wurde. Nach dem Ende der
Schneeschmelze hätte eine Woche trockenes Frühlingswetter ausgereicht, um den
Boden hinreichend auszutrocknen, in diesen Genuss sollten wir aber nicht
kommen. Die starken Regenfälle Mitte/Ende Mai, die zu der deutschlandweit
angespannten Hochwasserlage führten, durchnässten den Boden wieder soweit, dass
es nun einige sonnige und warme Tage brauchen würde, bis der Boden soweit
trocken war, dass der Abhang befahren werden konnte. Am Samstag, den
29.06.2013, also gut sieben Monate nach Materiallieferung, war endlich es
soweit, es konnte losgehen.
Bauabschnitt 1 (29.06.2013)
Dieser Bauabschnitt umfasste das zusammenführen aller
Abwasser- und Regenwasserrohre und das setzen des ersten Schachtes auf unserem
Grundstück.
Bauabschnitt 2 (01.07.2013)
Dieser Bauabschnitt umfasste „nur“ 40 Meter, die
notwendige Tiefe des Grabens von 1,5 Metern konnte nur mit Hilfe eines Meißels
hergestellt werden, da das Gelände (wie auch unsere Baugrube) sehr felsig war.
Außerdem umfasste der Bauabschnitt die Querung einer Straße und eines
Telefonkabels, dessen Lage zwar in Plänen eingezeichnet ist, aber die
tatsächliche Lage nur im groben mit dem Plan übereinstimmte. Und als wir es dann
gefunden hatten, fanden wir auch den größten Stein des Tages direkt unter dem
Telefonkabel, was das Baggern und Meißeln natürlich enorm erschwerte. Der Bauabschnitt
in Bildern:
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| Da müssen wir durch! |
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| Die ersten Baggerschaufeln Erde werden bewegt |
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| Bagger (hinten) und Meißel (Bildmitte) im Einsatz |
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| Einkiesen des Grabens, Verlegen des Rohres und Bedecken des Rohres mit Kies |
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| Anfüllen des Grabens |
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| Befüllen des Asphalt-Schneidegeräts mit Kühlwasser |
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| Aufschneiden der Straße |
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| Herstellen des Grabens |
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| Verlegen des Rohres |
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| Grube für den zweiten Schacht vorbereiten |
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| Letztes Rohr des ersten Bauabschnitts passend zuschneiden |
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| Schacht setzen |
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| Konus setzen |
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| Fertig! |
Bauabschnitt 3 (02.07.2013)
Dieser Bauabschnitt umfasste das Verlegen von 66
Metern Kanal über stark abfallendes Gelände, das Setzen eines weiteren Schachtes
und das Anschließen des Kanals an das bereits bestehende Netz. Das Gelände war
weit weniger felsig als auf unserem Grundstück, sodass der Meißel nur einen
Kurzeinsatz hatte. Innerhalb von zwei Stunden waren die 24 Meter bis zum
dritten Schacht und nach weiteren drei Stunden der Kanal bis vor den Schacht,
wo wir anschließen sollten, gelegt. Dort ergab sich die Schwierigkeit des
Tages: Der Eintritt in den Schacht war zu klein, das Rohr welches hineinführte
war nur ein Rohr mit DN125. Den Schachteintritt mussten wir daher vergrößern,
das größere Rohr hineinlegen, die Durchführung abdichten und das DN125 und
unseren Kanal zusammenführen. Weiter verlief der Kanal etwa 4 Meter unter der
Erdoberfläche, damit unser Abwasser da nicht runterplatscht und den gesamten
Schacht verschmutzt, mussten wir im Schacht noch ein Rohr nach unten verlegen.
Aber all dies war am 02.07.2013 Geschichte.
Als Melanies und meine Oberschenkel an diesem Abend
ordentlich schmerzten, suchten wir nach einer Erklärung dafür. Die Berechnung
der Höhenmeter, die wir beide alleine für das Heruntertragen der Rohre
zurücklegten, war eine: 20 Rohrstücke x 40 Höhenmeter = 800 Höhenmeter. Dazu
kamen die Vorsorgungsgänge zum Werkzeug und Getränke holen, sodass wir an
diesem Tag auch eine gute alpine Wanderung hätten machen können.
Der dritte Bauabschnitt in Bildern:
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| Der Bagger an der steilten Stelle (Längsneigung ca. 20°) |
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| Eingekiester Graben mit verlegtem Rohr zwischen Schacht zwei und drei |
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| Eingekiester Graben mit verlegtem Rohr zwischen Schacht drei und Anschlussstelle |
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| Bedecken der Rohre mit Kies (1) |
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| Bedecken der Rohre mit Kies (2) |
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| "Mittagspause" |
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| Bagger @work |
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| Verfüllen des Grabens |
The day after
War irgend was?
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