Montag, 2. September 2013

2G - Die Solar-Anakonda

Bei unserem Heiz-Kompaktgerät waren auch zwei Solarplatten mit dabei, die wir Ende Juli aufs Dach montierten und Anfang August an die Heizung anschlossen und in Betrieb nahmen. Nachdem die Südseite des Hausdaches mit Photovoltaik-Platten belegt ist, blieb nur die Garage als Platz für die Solar-Kollektoren, und nachdem Melanie und ich Abendduscher sind, entschieden wir uns, die Kollektoren auf der Westseite des Garagendaches anzubringen.

Warum nennt sich dieses Kapitel nun "Solar-Anakonda"? Die Leitung, die wir zwischen den Kollektoren und der Heizungsanlage verlegen mussten, ist mit einer schwarzen Isolierung umgeben und schlängelt sich durch die Installationsebene unseres Hauses bzw. Garage, und so gab Melanie der Leitung den Namen "Solar-Anakonda".

Die Bildergeschichte:

Die Solarkollektoren auf dem West-Garagendach in der Abendsonne. In ihnen können durchaus Temperaturen von deutlich über 100 Grad entstehen. Nachdem die Leitungen mit spezieller Wärmeträgerflüssigkeit gefüllt sind und nicht mit Wasser, betreiben wir also keine Dampfturbine. Durch spezielle Dachziegel wird die Leitung ins Innere der Garage geführt.

In der Garage beginnt die Solar-Anakonda,

... schlängelt sich am Balken entlang, ...

... wechselt die Seite und kriecht durch ein Loch ins Treppenhaus, ...

... in ihm von oben nach unten und in die Speis zum Wäscheschacht ...

... im Wäscheschacht verschwindet sie nach unten in den Technikraum, ...
... wo sie in ein Kupferrohr mündet.

Hier zu sehen das Ausdehnungsgefäß (weißer Ballon) welches an der Pumpengruppe hängt, die die Wärmeträgerflüssigkeit bewegt. Das natürlich nur dann, wenn die Temperatur im Kollektor höher ist als die Temperatur im (Brauch-) Wasserspeicher der Heizungsanlage.


3Y - Die Eingangstüre


Seit Anfang August haben wir auch eine vom Garagenkeller und dem Baustellenstaub separierbare Kellerwohnung, es sitzt jetzt auch die Türe zum Garagenkeller. Die Türe war 3cm zu hoch, deshalb musste sie nachgearbeitet werden. Im Bild ist das die Türe ganz hinten:




3X - Randleisten

oder: Das Werkzeug machts!

Nach einigem hin und her haben wir uns dazu entschieden, die Randleisten unsichtbar zu befestigen, also kein Nageln und kein Schrauben, und Kleben wollten wir sie auch nicht, die sauberste und eleganteste Lösung erschien uns, die Randleisten mit Wandhalterungen zu befestigen.

Am Tag unseres Einzugs haben wir die Randleisten in unserem Schlaroffenland (Wortschöpfung aus Schlafzimmer und Büro) angebracht. Die Tage danach machten wir allerdings einen zweiten Durchgang, da wir mit schlechtem Werkzeug agiert haben: Wir hatten uns eine (nicht ganz billige) Säge und eine Schablone (Holzklotz mit Schlitzen im 45°-Winkel zur Führung der Säge) gekauft, mit der wir bei  Innen- und Außenecken die Gehrung sägen wollten. Keine der gesägten Ecken ergab aber ein schönes Bild, und jede Ecke sah anders aus. Daraus schlossen wir, dass es am Werkzeug liegen muss, und wir besorgten uns eine richtige Gehrungssäge.

Die Geschichte in Bildern:


Bohrlöcher für die Halterungen anzeichnen


Löcher bohren

Wandhalterungen anschrauben

Leiste zuschneiden mit der "richtigen" Gehrungssäge

Leiste in die Wandhalterungen drücken

Fertig (1)

Fertig (2)

Unser Turm wartete wieder mit allerlei Spezialitäten auf...

... die aber kein unüberwindbares Hindernis darstellten.

Sonntag, 1. September 2013

XD - LTE

Wir sind online!!!

Der Weg dorthin war allerdings etwas steinig:
Nachdem an unserer Adresse über die Telefonleitung nur ein 6000-DSL liegt, welches auch öfter abreißt, da wir ganz am Ende von Graisbach liegen, haben wir uns auf die Suche nach einer Alternative gemacht, und sind auf LTE gestoßen.

Melanie ging dann auf Erkundigungstour in den Vodafone- und Telekomshop. Als erstes wählte sie den Vodafone-Shop, da wir wussten, dass auf der Raffinerie in Rain, die wir von unserem Haus aus sehen, ein Vodafone-Mast aufgebaut ist, und wir dachten, dass wir deshalb bei Vodafone das bessere Angebot bekommen. Melanie erhielt allerdings nur dürftige Informationen auf einem Notizzettel, es gibt wohl kein Info-Material zu LTE in Vodafone-Shops. Die Angaben auf dem Notizzettel waren diese: Es ist maximal eine Geschwindigkeit von 21,6 MBit/s möglich, allerdings müssten wir eine Außenantenne installieren und diese dann mit einem Empfangsgerät im Haus verbinden.

Im Telekom-Shop gab es handfeste Flyer und einen (scheinbar - Geschichte geht noch ein bisschen weiter) kompetenten Mitarbeiter, der uns versicherte, 50Bit/s wären möglich, und das auch ohne Außenantenne, und zu ein wenig günstigeren Preisen als bei Vodafone. Somit war die Entscheidung gefallen.

Am 03.08.2013 begaben wir uns also in den Telekom-Shop, trafen den gleichen Mitarbeiter wieder, und haben bei ihm einen LTE-Anschluss beantragt. Während dessen fragte er zwei Mal, ob bereits ein Telefonanschluss besteht, was wir verneinten, da es sich ja um einen Neubau handele. Letztendlich hieß es, am 09.08.2013 soll alles funktionieren, bis dahin würden wir auch die Hardware erhalten.
QEE? Richtig, bis zum 16.08.2013 war keine Hardware da, und auch kein Anruf der Telekom. An diesem Tag waren wir sowieso unterwegs, und statteten dem Telekom-Shop einen weiteren Besuch ab. Der Mitarbeiter, bei dem wir den Antrag stellten, war nicht im Shop, der Kollege verriet uns aber, dass der Auftrag nicht ausgeführt werden konnte, da bei einem Neuanschluss ein Techniker-Besuch notwendig ist - gut dass der erste Mitarbeiter gleich zwei Mal gefragt hat, ob es schon einen Telefonanschluss gibt... Jedenfalls vereinbarten wir einen Technikertermin am 27.08.2013 zwischen 16 und 18 Uhr. Am 24.08. traf die Hardware ein (LTE-Verbindung konnten wir noch nicht herstellen) und am 27.08.2013 um 18:35 Uhr auch tatsächlich der Techniker. Um 18:40 Uhr waren wir dann online und festnetztelefonisch erreichbar. Die Festnetznummer ist einfach zu merken, lauter 90er-Ziffernfolgen, und wir erreichen abhängig vom Standort des LTE-Empfängers Downstream-Geschwindigkeiten von 15 (im Keller) bis 25 (im holzigen Turmzimmer im DG) MBit/s und Upstream-Geschwindigkeiten von 4 MBit/s - was für ländliche Gegenden ja ganz ordentlich ist.


Somit wird der Blog in den nächsten Tagen gehörig aktualisiert werden. Dadurch dass wir ja bereits im Keller wohnten, Internet aber nur bei den Schwiegerleuten oben war, war nach Arbeitsende auf der Baustelle und einer Dusche oder einem Bad keine Motivation mehr da, nochmal raufzugehen und zu bloggen.

Donnerstag, 18. Juli 2013

XC - WIR SIND DRIN!!!

Seit der Nacht von Freitag, den 12. auf Samstag, den 13.07.2013 schlafen wir im Haus!!! Besonders wohltuend war am Freitag auch das erste Bad in der eigenen Badewanne, sowie das morgendliche Hinaustreten in kühle, sonnige Morgenluft!

Gute Nacht!

3W - Türen

Mittlerweile haben wir auch überall im Keller Türen:





Dienstag, 9. Juli 2013

2F - Kanal



Laut Beschluss des Gemeinderats sollten wir unseren Abwasserkanal über Gemeindegrund laufen lassen. Ein Ingenieurbüro rückte daraufhin mit GPS-Vermessungsgeräten an, und legten für den Kanal diesen Verlauf fest (die eingezeichneten Bauabschnitte haben wir festgelegt):


Bauabschnitt 1 und 2 verlaufen in nahezu ebenem Gelände, während das Gelände in Bauabschnitt 3 über eine Längsneigung von etwa 20° verfügt.


Es war der 16.11.2012, als das Material für unseren Abwasserkanal geliefert wurde: 111 Meter Rohr (17 x 6 Meter und 3 x 3 Meter) in DN200 sowie drei Schächte jeweils mit Konus und Abdeckung:







Zu diesem Zeitpunkt war es noch feucht und knapp über null Grad, unser Baggerfahrer war aber frohen Mutes, es gäbe nichts besseres als gefrorenen Boden zum Baggern, da hier am wenigsten Dreck entsteht. Mit dem Kälteeinbruch kam allerdings auch ein halber Meter Schnee, der ein Befahren des Abhangs unmöglich machte. Der Schnee hielt sich bis in den April hinein, sodass der Boden während der typischen Trockenzeit im März nicht austrocknen konnte, sondern durch die Schneeschmelze eher noch feuchter wurde. Nach dem Ende der Schneeschmelze hätte eine Woche trockenes Frühlingswetter ausgereicht, um den Boden hinreichend auszutrocknen, in diesen Genuss sollten wir aber nicht kommen. Die starken Regenfälle Mitte/Ende Mai, die zu der deutschlandweit angespannten Hochwasserlage führten, durchnässten den Boden wieder soweit, dass es nun einige sonnige und warme Tage brauchen würde, bis der Boden soweit trocken war, dass der Abhang befahren werden konnte. Am Samstag, den 29.06.2013, also gut sieben Monate nach Materiallieferung, war endlich es soweit, es konnte losgehen.





Bauabschnitt 1 (29.06.2013)

Dieser Bauabschnitt umfasste das zusammenführen aller Abwasser- und Regenwasserrohre und das setzen des ersten Schachtes auf unserem Grundstück.



Bauabschnitt 2 (01.07.2013)

Dieser Bauabschnitt umfasste „nur“ 40 Meter, die notwendige Tiefe des Grabens von 1,5 Metern konnte nur mit Hilfe eines Meißels hergestellt werden, da das Gelände (wie auch unsere Baugrube) sehr felsig war. Außerdem umfasste der Bauabschnitt die Querung einer Straße und eines Telefonkabels, dessen Lage zwar in Plänen eingezeichnet ist, aber die tatsächliche Lage nur im groben mit dem Plan übereinstimmte. Und als wir es dann gefunden hatten, fanden wir auch den größten Stein des Tages direkt unter dem Telefonkabel, was das Baggern und Meißeln natürlich enorm erschwerte. Der Bauabschnitt in Bildern:

 
Da müssen wir durch!

Die ersten Baggerschaufeln Erde werden bewegt

Bagger (hinten) und Meißel (Bildmitte) im Einsatz

Einkiesen des Grabens, Verlegen des Rohres und Bedecken des Rohres mit Kies

Anfüllen des Grabens

Zwei Bagger im Einsatz: Einer gräbt, ein anderer holt Kies und verfüllt den Graben. Dadurch hielten wir die Länge des offenen Grabens immer um die 6 Meter (eine Rohrlänge) und ersparten uns so Absperrungen usw.


Befüllen des Asphalt-Schneidegeräts mit Kühlwasser

Aufschneiden der Straße

Herstellen des Grabens

Verlegen des Rohres

Grube für den zweiten Schacht vorbereiten

Letztes Rohr des ersten Bauabschnitts passend zuschneiden

Schacht setzen

Konus setzen


Fertig!





Bauabschnitt 3 (02.07.2013)

Dieser Bauabschnitt umfasste das Verlegen von 66 Metern Kanal über stark abfallendes Gelände, das Setzen eines weiteren Schachtes und das Anschließen des Kanals an das bereits bestehende Netz. Das Gelände war weit weniger felsig als auf unserem Grundstück, sodass der Meißel nur einen Kurzeinsatz hatte. Innerhalb von zwei Stunden waren die 24 Meter bis zum dritten Schacht und nach weiteren drei Stunden der Kanal bis vor den Schacht, wo wir anschließen sollten, gelegt. Dort ergab sich die Schwierigkeit des Tages: Der Eintritt in den Schacht war zu klein, das Rohr welches hineinführte war nur ein Rohr mit DN125. Den Schachteintritt mussten wir daher vergrößern, das größere Rohr hineinlegen, die Durchführung abdichten und das DN125 und unseren Kanal zusammenführen. Weiter verlief der Kanal etwa 4 Meter unter der Erdoberfläche, damit unser Abwasser da nicht runterplatscht und den gesamten Schacht verschmutzt, mussten wir im Schacht noch ein Rohr nach unten verlegen. Aber all dies war am 02.07.2013 Geschichte.

Als Melanies und meine Oberschenkel an diesem Abend ordentlich schmerzten, suchten wir nach einer Erklärung dafür. Die Berechnung der Höhenmeter, die wir beide alleine für das Heruntertragen der Rohre zurücklegten, war eine: 20 Rohrstücke x 40 Höhenmeter = 800 Höhenmeter. Dazu kamen die Vorsorgungsgänge zum Werkzeug und Getränke holen, sodass wir an diesem Tag auch eine gute alpine Wanderung hätten machen können.

Der dritte Bauabschnitt in Bildern:

 
Der Bagger rollt in Position

Der Bagger an der steilten Stelle (Längsneigung ca. 20°)

Eingekiester Graben mit verlegtem Rohr zwischen Schacht zwei und drei

Eingekiester Graben mit verlegtem Rohr zwischen Schacht drei und Anschlussstelle

Bedecken der Rohre mit Kies (1)

Bedecken der Rohre mit Kies (2)
"Mittagspause"
 
Bagger @work

Verfüllen des Grabens



The day after

War irgend was?