Donnerstag, 7. Juni 2012

18 - Die Bodenplatte

Der Dienstag und der Mittwoch der Pfingstwoche (29.05. und 30.05.2012) standen im Zeichen der Bodenplatte. Am Dienstag geschah neben dem Abbauen, Säubern und Einsprühen der Schalung des zweiten Fundamentteils mit Schalöl Folgendes:


das Auffüllen innerhalb des Fundaments mit Aushub,

das Verlegen von Entwässerungs- und Leerrohren,

da wir ein Effizienzhaus 40 bauen, das Anbringen der Fundament-Isolierung,
 
sowie zum Einebnen das Auffüllen zuerst mit gröberem Kies und danach mit feinem Splitt.

An dieser Stelle muss ich kurz erwähnen, dass ich das erste Mal eine große Maschine bedient habe: den Kran. Unzählige Tonnen Aushub, Kies und Splitt konnte ich erfolgreich vom Parkplatz vor dem Leitmeir'schen Hof in die Baugrube befördern. Einzig das Telefonkabel habe ich einma auf seine Dehnbarkeit getestet und in das Kranseil eingefädelt, was eine Befreiungsaktion mit dem Frontlader nach sich zog.

Am Mittwoch stand Folgendes auf dem Plan:
  • Das Auslegen einer Feuchtigkeitssperre (Silofolie) und der Bodenplattenisolierung:



  • Das Auslegen von reichlich Baustahl und das Verbinden der beiden Lagen:




  • Sowie das kübelweise Einfüllen von Beton:









P.S.: Auf dem letzten Bild ist etwas Feuchtigkeit zu erkennen: Pünktlich nach dem Auffüllen der Bodenplatte mit Beton begann es zu regnen. Die drei Wochen zuvor war nahezu perfektes Bauwetter, immer sonnig, nur etwas zu heiß. Es war nur mit einem feuchten Handtuch im Nacken, regelmäßiger Abkühlung und literweise Getränken auszuhalten. Wir alle haben mittlerweile trotz Sonnen- und Après-Sun-Creme unsere dritte oder gar vierte Haut. Aber wie gesagt, dafür konnten wir am Ball bleiben und haben einiges geschafft.

17 - Das Fundament

Überall dort, wo die Bodenplatte nicht mindestens auf Frosttiefe ist, wird ein Fundament benötigt. Das Fundament ist eine Mauer, die entlang der Außenmauer unseres Hauses verläuft, und 1,30m hoch (bzw. tief) ist. 
Dort, wo unsere Bodenplatte aus der Erde ragt (an der Südseite des Hauses) und wo sie nicht ausreichend tief unter der Erde sitzt (an der Ost- und Westseite des Hauses) hat Arnold für das Fundament einen Graben ausgehoben:
 



In diesem Graben wird die Außenmauer zunächst eingemessen und Höhenpunkte gesetzt. Dazu werden Schnüre gespannt und Metallstifte in den Boden geschlagen, sodass ihre Oberkante genau auf Höhe der Unterkante des Fundaments ist:



Danach kommt die sog. Sauberkeitsschicht, eine glattgezogene Schicht aus ganz magerem, kaum fließenden Beton, in den Graben (geschehen am 23.05.2012):

Der Magerbeton wird ...

... Kübel für Kübel ...


... in den Graben transportiert, ...

... und schließlich glattgezogen.

Damit war alles bereit für das Fundament, bis auf wenige Millimeter war unsere Sauberkeitsschicht tatsächlich absolut eben. Um dieses zu bauen, waren wir das erste Mal auf externe Hilfe angewiesen, bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir alles mit eigenen Muskeln und eigenen Maschinen bewerkstelligen, am 24.05.2012 rückten also zwei Maurer an. An diesem Tag wurde das Fundament gegossen.

Als erstes wird die Außenseite der Schalung auf der Sauberkeitsschicht aufgestellt. Danach wird entlang dieser Außenschalung reichlich Baustahl aufgestellt und miteinander verbunden.

Baustahl in der Schalung

Nach Aufstellung der Innenseite der Schalung wird diese wieder Kübel für Kübel mit Beton befüllt.

Beim Berechnen der benötigten Menge an Beton unterlief uns ein Fehler, sodass wir einen Kubikmeter zuwenig Beton betellt hatten. Als der Fehler bemerkt wurde, nahm das Betonwerk keinen Auftrag für diesen Tag mehr an. Normalerweise würde jetzt ein ganzer Tag verloren gehen, da erst am nächsten Morgen wieder Beton angeliefert werden könnte und die Trockenzeit für Beton etwa 12 Stunden beträgt. Bei den Leitmeirs packt man den Betonmischer für den Traktor aus, und mischt selbst Beton an:


Bis ein Kubikmeter fertig ist, dauert es zwar eine knappe Stunde, aber dafür geht kein Tag verloren.

Nach einem langen Tag (06:30 bis 21:00) sah das Ergebnis so aus:


Die kommende Nacht war kurz, kurz nach Sonnenaufgang (25.05.2012) hieß es wieder antreten auf der Baustelle:


Es galt die Schalung zu entfernen und mit dem Kran wegzuheben, ...

... und sie in alle Einzelteile zu zerlegen und natürlich zu putzen und mit unserem allseits beliebten Schalöl einzusprühen.

  


Das fertige Fundament sah dann so aus:





Wie auf dem obigen Bild zu erkennen ist, hatten wir ein Fundament auf Frosttiefe, allerdings ergibt sich noch ein Hindernis für das gießen der Bodenplatte: Der Beton würde am Rand des Fundaments weglaufen. D.h. wir mussten die Fundament-Mauer weiterführen. Nachdem sich vor allem Peter eingeprägt hatte, wie das Schalung stellen und Befüllen geht, verlängerten wir die Betonmauer am Samstag (26.05.2012) auf eigene Faust mit selbst angerührtem Beton:

Damit hatten wir rundherum eine Begrenzung für den Bodenplattenbeton, und uns ein langes Wochendene (Pfingsmontag) verdient.

16 - Der Kran

Nachdem also die Baugrube fertig ausgehoben war, war es Zeit für einen Kran. Dieser wurde am 22.05.2012 aufgestellt.

Zunächst fuhr ein LKW vor, der den Kran an die vorgesehene Stelle rangierte und aufrichtete.


Danach wurden die Gewichte aufgesetzt...


... und der Kran ausgefahren ...

...


...


...


Durch den aufgestellten Kran ist unsere Baustelle von Weitem zu erkennen:




Montag, 28. Mai 2012

15 - Die Burgmauer

Während der Zeit, in der wir mit der Baugrube kämpften, gab es immer wieder Tage, in der wir nicht weiter machen konnten, weil die Baugrube mit Steinen überfüllt war. In einer solchen Phase beschäftigt man sich natürlich mit der Frage, was man denn nun tun könnte. Tatsächlich hatte Arnold eine Idee…

Die Süd-Ost-Ecke unseres Bauplatzes ist wie folgt beschaffen: Vom Grenzpunkt aus gesehen steigt das Gelände nach Norden auf einer Strecke von 7,5 m und nach Westen auf 8,5 m um 3,6 m an. So ein Loch ist natürlich nicht nutzbar. Arnolds Idee war, mit einer Mauer an der Grenze entlang das Gelände einzuebnen. Zum einen ergibt sich dadurch ein ordentlicher Zugewinn an Fläche  (7,5 x 8,5 = 63,75 m²) auf der man eine Terrasse mit herrlicher Aussicht anlegen kann (der Blick geht an der Garage an der Südgrenze vorbei) und zum anderen eine Möglichkeit, etwas Aushub zu entsorgen.
Nachdem wir außerdem mit der Bodenplatte (Kellerboden) ca. 80 cm höher liegen als natürliche Gelände, ist es notwendig an der Südgrenze des Grundstücks Erde anzufüllen. Auch hierfür ist eine Stütze notwendig, sodass wir Arnolds Idee etwas erweiterten, und die Mauer nun an der Südgrenze des Grundstücks weiterlaufen lassen wollen als nur die 8,5 m.

So sieht nun das Ergebnis von oben gesehen aus:



Und so von unten:



14 - Willkommen im Steinbruch!

Es gibt einen Spruch, einen Wortwitz, der für uns zu einer dermaßen abgedroschenen Floskel geworden ist: „Ihr seid aber steinreich!“. Warum? Die Frage soll im Folgenden beantwortet werden.


Zunächst: Unsere Baugrube mit den Vertiefungen für das Fundament ist fertig:


Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist, gab es kaum Erde auszuheben, sondern es waren hauptsächlich Steine zu beseitigen. Glücklicherweise waren es recht brüchige Kalksteine, sodass die Steine nach einigen Schlägen mit der Baggerschaufel in transportierbare Größen zerfielen. Trotzdem verbrachte Arnold über drei Wochen verteilt 47 Stunden auf seinem Bagger.

Immer wieder mussten wir Platz schaffen, da die Baugrube mit Steinen überfüllt war:


Insgesamt mussten wir 7 LKW-Ladungen abtransportieren lassen.

Während der Zeit, in der wir mit dem Gestein kämpften, kamen allerlei Nachbarn, Dorfbewohner und Interessenten, die über irgendwelche Ecken gehört hätten, dass wir Steine zu Tage befördern und gerne welche mitnehmen würden, vorbei, und das erste was wir von ihnen zu hören bekamen, war der eingangs erwähnte Spruch: „Ihr seid aber steinreich!“. Der ein oder andere hat dann ein etwas spitzigeres Echo erhalten, aber ich denke, das ist nachvollziehbar.

Jedenfalls: Unsere Baugrube ist fertig und wir werden mit unserem Haus einen sicheren Stand haben und nicht mit Hangrutschungen zu kämpfen haben.

Sonntag, 6. Mai 2012

13 - Wir machen Holz vor die Hütt'n

Am 07.04.2012 war es soweit, wir begannen mit dem Herrichten unseres Bauplatzes. Es rückten an:

Helga,


Tamara,


Melanie,


Jochen,


Udo,


Peter und


Arnold.


Auf unserem Bauplatz warteten 18 Bäume, um gefällt zu werden (darunter eine große Kastanie, eine große  Eiche und ein riesiger Nussbaum), eine Mauer und ein Zaun um beseitigt zu werden und ein ehemaliger Gänsestall um eingerissen zu werden. Dazu wurde allerlei technisches Gerät auf unserem Bauplatz eingesetzt:

Eine Motorsäge,

zwei Traktoren,


ein Bagger,


ein Holzspalter und


ein Mauerschneider.








So sah der Bauplatz aus, bevor Mensch und Maschine wüteten:


 Und so danach:





Das Ergebnis war: Reichlich Holz vor der Hütt'n: